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Neue Designfreiheiten durch Metall-3D-Druck für Konstrukteur:innen
Einführung in die Grundlagen, Prozessgrenzen und Designmöglichkeiten der additiven Fertigung und Möglichkeiten der Umsetzung
Datum/Uhrzeit:
-
Veranstaltungsort:
Online & Präsenz
JOANNEUM RESEARCH MATERIAL
Leobner Straße 94a, OG1
8712 Niklasdorf
Veranstalter:
JOANNEUM RESEARCH
ACstyria Mobilitätscluster
Zielgruppe:
Forschung & Entwicklung,
Produktion,
Technik
Beschreibung
Die additive Fertigung von Metallteilen hat sich in den letzten Jahren ein breites Anwendungsspektrum erschlossen:
- von individuellen Einzelstücken (1–10 Stk.) wie in der Medizintechnik,
- über Prototypenserien (10–100 Stk.) im Maschinenbau
- zu Großserien (100-5000 Stk.) für topologisch optimierte Konsumgüter.
Parallel dazu wächst die Zahl an spezialisierten Fertigungsdienstleistern, wodurch auch für viele Branchen eine individuelle Fertigung wirtschaftlich realisierbar wird.
Um die Potenziale der additiven Fertigung, insbesondere hinsichtlich Funktionalität, Gewichtseinsparung, Kosten und Integrationsgrad, voll auszuschöpfen, müssen Bauteile jedoch gezielt für diese Technologie konstruiert werden. Klassische Konstruktionsansätze stoßen hier an ihre Grenzen: Designs müssen neu gedacht, optimiert oder vollständig neu entwickelt werden.
Dieser Kurs richtet sich an Konstrukteurinnen und Konstrukteure, die ein fundiertes Verständnis für die Möglichkeiten und Grenzen des metallischen 3D-Drucks entwickeln möchten. Neben einer Einführung in die Grundlagen und Prozessgrenzen liegt der Fokus auf der praxisnahen Vermittlung der Designmöglichkeiten und deren Umsetzung.
Die Teilnehmenden lernen, wie Bauteile gezielt für den Metall-3D-Druck ausgelegt werden und welche Tools dabei eingesetzt werden können. Eigene Bauteile können analysiert, optimiert und im Fertigungsprozess umgesetzt werden.
Inhalt
Der 3-teilige Kurs setzt sich zusammen aus einem 4-stündigen Präsenztermin inkl. Einblick in die Anlagen, gefolgt von zwei Online-Einheiten à 2 Stunden zur Vertiefung und Anwendung auf eigene Bauteile.
- 9. Juni 2026: Präsenztermin von 9-13 Uhr
- 16. Juni 2026: Online-Termin von 10-12 Uhr
- 23. Juni 2026: Online-Termin von 10-12 Uhr
Der Kurs vermittelt:
- Grundlagen der additiven Metallfertigung
- Designregeln und typische Prozessgrenzen
- Praxisbeispiele und Einsatzmöglichkeiten
- Softwaregestützte Bauteilbewertung
Details:
9. Juni 2026, 9-13 Uhr: Präsenztermin
- Einführung und Grundlagen
- LPBF-Verfahren für Metalle
- Werkstoffe und typische Legierungen
- Anlagenbesichtigung
- Design & Konstruktion
- Konstruktionsgrundlagen
- Design for Additive Manufacturing (DfAM)
- Supportstrukturen und Bauteilausrichtung
- Hands-on an der Anlage
- Vorbereitung eines Bauteils für den Druck
- Prozesskette vom CAD-Modell bis zum Druckstart
16. Juni 2026: Online-Teil 1, 10-12 Uhr
- Arbeiten mit LPBF-Software
- Einführung in Tools (z. B. EOS, Magics, Samylabs, Open-Source)
- Grundlagen der Simulation
- Vertiefung Design
- Benchmark-Beispiele
- Geometrische Grenzen und typische Einschränkungen
- Praxisbeispiele der Teilnehmenden
- Analyse mitgebrachter CAD-Modelle (max. 20 × 20 × 20 mm)
23. Juni 2026: Online-Teil 2, 10-12 Uhr
- Auswertung der Druckergebnisse
- Identifikation von Designproblemen
- Ableitung von Verbesserungen
- Designrichtlinien
- Ausblick und Diskussion
Ziele
Nach dem Workshop sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lage:
- den Prozess des Laser Powder Bed Fusion (LPBF) zu erklären und dessen Einfluss auf die Konstruktion zu berücksichtigen
- den gesamten Workflow vom Design bis zum gefertigten Bauteil nachzuvollziehen
- gängige Metalle und Legierungen sowie deren typische Einsatzgebiete zu unterscheiden
- geometrische Grenzen und Designrichtlinien gezielt bei der Konstruktion anzuwenden
- Grundprinzipien des Design for Additive Manufacturing (DfAM) auf eigene Bauteile zu übertragen
- den Mehrwert der additiven Fertigung im eigenen Anwendungsfeld zu bewerten
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