Regionales Wertschöpfungsmodell für KMU im Holzbau - wie regionale Kooperation den Holzbau revolutioniert
Die Region Mittelkärnten steht beispielhaft für eine neue Art der Zusammenarbeit im Holzbau. Unter wissenschaftlicher Leitung der FH Kärnten entstand im Rahmen eines vom DIH SÜD geförderten Modellprojekts ein Wertschöpfungsnetzwerk, das über klassische Geschäftsmodelle hinausgeht: Ein Zusammenschluss aus Waldbauern, Sägewerken, KVH-Werken und Holzbauunternehmen formte eine regionale Kooperationskette – mit messbarem wirtschaftlichem und ökologischem Nutzen.
„Unsere Motivation war klar: Wir wollten die Wertschöpfung in der Region halten, Preisschwankungen am Weltmarkt abfedern und verlässliche Strukturen für alle Beteiligten schaffen“, erklärt Andreas Maier, Waldbauer und Gründungsmitglied der Kooperation. Zentral war dabei ein transparentes Mengengerüst, das nicht nur die Preisgestaltung erleichtert, sondern auch Planbarkeit in Produktion und Logistik brachte.
Herzstück der Umsetzung war eine Workshop-Reihe, bei der Theorie und Praxis zusammenkamen. Die von Michael Djedovic entwickelte Masterarbeit lieferte die wissenschaftliche Grundlage, während die praktische Ausarbeitung gemeinsam mit den Betrieben erfolgte. Mit einem digitalen SharePoint-System wurden Plan-, Ist- und Abweichungswerte zentral erfasst und für alle sichtbar gemacht.
Besonders die Kombination aus Kooperationsvertrag, bilateralen Liefevereinbarungen und digital gestützter Kommunikation schuf Verbindlichkeit – und entlastete die Betriebe operativ. Heute verarbeiten 22 Waldbetriebe, 2 Sägewerke, ein KVH-Werk und 12 Holzbauunternehmen rund 4.500 m³ Holz im Rahmen der Kooperation – mit stabilem Preisniveau und kurzen Transportwegen.
Herr Ruhdorfer, von Sägewerk Ruhdorfer betont: „Was wir hier aufgebaut haben, ist mehr als eine Lieferkette – es ist
ein zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell mit Herz, Verstand und Verantwortung“
Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie durch digitale Unterstützung, gegenseitiges Vertrauen und klare Regeln ein neues Kapitel regionaler Wertschöpfung geschrieben werden kann – mit Potenzial weit über den Holzbau hinaus
Regionales Wertschöpfungsmodell für KMU im Holzbau
Im Rahmen eines vom DIH SÜD begleiteten Modellprojekts entwickelte die FH Kärnten gemeinsam mit KMU aus der Holzbranche ein innovatives, regionales Wertschöpfungsmodell. Ziel war es, Betriebe entlang der gesamten Verarbeitungskette – vom Waldbau bis zum Holzbauunternehmen – fair, nachhaltig und digital zu vernetzen.
Insgesamt 37 Betriebe arbeiteten aktiv an der Entwicklung mit. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie regionale Zusammenarbeit die Resilienz von KMU stärkt – und liefert ein übertragbares Modell für andere Branchen.
Praxisnahe Workshops rund um Digitaliserung
Der DIH SÜD veranstaltet Workshops und Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen der Digitalisierung. Gibt es ein Thema, dass Sie besonders interessiert? Dann melden Sie sich gerne bei uns unter info@dih-sued.at.